Auf dem Platz: Mit gnadenlosem Einsatz und ekstatischer Hingabe an das Spiel
Optisch: Unwiderstehlich
In der Tabelle: Gesichert
Die Jungsenioren des Köhlerhof haben stark Ersatzgeschwächt einen glorreichen 3. Spieltag absolviert. Die Rumpftruppe von Captain Willy erreichte auf der traumhaften Anlage inmitten des Ahrtals einen tollen 2. Platz und konnte sich sowohl nach unten, wie auch nach oben einige Schläge gegenüber der starken Konkurrenz absichern. Das auf dem Papier von fremden Single HCPern umzingelte Team spielte sich auf der ausverkauften Anlage am Köhlerhof in einen wahren Rausch.
Das Highlight in diesem Feuerwerk der Golf-Darbietungen im Grenzbereich bildete die 78 von Uwe. Da viele Neu-Golfer und Golferinnen mittlerweile zu den Fan-Gruppierungen rund um die Helden des Ahrtals zählen sollte diese Zahl näher erläutert werden: Eine 78 bedeutet 6 über Par. Diesen Wert weisen viele Hobby-Flights schon vor dem Erreichen der 100 Meter Marke an Loch 1 auf. 6 über Par ist so, als würde man alle Mulligans, Lederwedges und geschenkte Putts an einem Sonntagnachmittag addieren und durch die Abitur-Note von Daniela Katzenberger teilen. Ein Ergebnis das Martin Kaymer selbst mit einem Draw nicht spielen könnte - ein Ergebnis mit dem Adam Scott die Britisch Open gewonnen hätte. Eine 78.
Mit diesem Ergebnis im Rücken spielten sich die tapfer kämpfenden Vorzeige-Senioren des Köhlerhof in die Herzen der Zuschauer und des Leaderboards. Markus mit einer tollen 81, Captain Willy mit einer 86 und Andreas mit einer 87. Der Kölner und fanatische Fan der hiesigen Fussball-Mannschaft vergab allerdings in bester Geissbock-Tradition die Chance auf einen besseren Score im Wasserhindernis an der 18. Als Gast am Köhlerhof begrüßten die GLC Jungsenioren den Oberbürgermeister von London, der sich kurz vor dem eigenen Großereignis die letzten Tipps bei dem Organisationskomitee sicherte. Einige Innovationen des Verkehrskonzeptes und der Maßnahmen zur Eindämmung des Ticket-Schwarzmarktes werden sicherlich in der nächsten Woche über die Ahr in die Themse schwappen.
An dieser Stelle geht ein besonderer Dank an die wieder einmal reizenden GLC Damen im Halfway-House, die an diesem Tag noch ein klein wenig mehr als die Sonne strahlten. Ebenfalls ein großer Dank an die Damen des Sekretariats und natürlich die Greenkeeper-Mannschaft für einen famosen Golfplatz.
Eine Randerscheinung der besonderen Art konnten die Zuschauer schon am ersten Tee bewundern. Ein weit verbreitetes Credo im Ahrtal ist die Kinderarbeit. Während die Kleinen früher zur Innenreinigung von Weinfässern oder dem dreispurigen Ausbau der A61 eingesetzt wurden, müssen Sie heute tonnenschweres Golf-Equipment Ihrer Eltern Fairwayschonend transportieren. Selbst vor hoffnungsvollen, tief einstelligen Talenten und Söhnen macht diese Tradition nicht halt. Leider geht diese psychische Anstregung nicht immer spurlos an den Jung-Jung Senioren vorüber. Logopäden der Universitätsklinik Bonn versuchen zur Zeit fieberhaft die entstandenen Sprachstörungen beim Anblick des Bunkerspiels seines Erzeugers zu Therapieren.Am 11. August reist die Mannschaft von Captain Wilhelm zu den Freunden des GC Stromberg. Dort wird die wunderbare Symbiose aus reuelosem Ramazzotti Genuß und Hochleistungs-Golf eine Fortsetzung finden. Und vielleicht auch wieder mit 6 über Par.

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