Montag, 14. Juni 2010

3. Spieltag | Wer hat an der Uhr gedreht...?
























Essingen / südliche Süd-Pfalz - Als Albert Einstein im Jahre 1916 seine allgemeine Relativitätstheorie veröffentlichte konnte sich zu diesem Zeitpunkt niemand vorstellen, das diese auch für die Nachmittagsgestaltung einiger Intensiv-Golfer aus dem schönen Ahrtal von Bedeutung sein würde. Im Kern befasst sich das Wunderwerk der Naturwissenschaften mit der Relativität von Raum und Zeit. Durch verschiedene physikalische Phänomene wie starke Gravitationsfelder oder schwarze Löcher kann es zu einer gekrümmten Raumzeit kommen. Raum und Zeit geben dann ihr Prinzip der Konstanz auf und werden zu eigenständigen Größen. Schwarze Löcher treten oft in fremden Galaxien, grundsätzlich immer bei amerikanischen Immobilien-Fonds und alle zweitausend Jahre auf Übungsgrüns südpfälzischer Golfclubs auf.

Ein solch plötzlich entstandenes Schwarzes Loch an Übungsfähnchen 7 des GC Dreihof veranlasste einen der blutjungen Senioren aus dem Ahrtal handgestoppte 2-5 Minuten verspätet am Abschlag zu erscheinen. Die verzweifelten Rufe der Flightpartner und der Clubmanagerin gingen im donnernden Vuvuzela-Tröten der WM-Übertragung aus dem Clubhaus unter.

Herr Schw..... - L......den?
Herr Schw..... - L......däääääään!!??

Aber es half nichts. Einstein, Tröten, Regeln im DIN A3 Format. Der erste Streicher. Es oblag nun den verbleibenden sieben Ahrtalern für Ihren Mannschaftskameraden ein gutes Ergebnis einzufahren und auf der Top gepflegten Anlage des GC Dreihof den Grundstein für den Aufstieg zu legen.

Leider hatte der schlecht frisierte Giftzwerg aus der Schweiz auch hier ein probates Mittel, um die Vereinigung von Ramazzotti, Physik und gelebter Golf-Kompetenz im Universum zu verhindern. Alleine das zweite Newton'sche Axiom kostete die Männer vom Köhlerhof 12 Schläge. Sechs gingen auf die Ignoranz der Grundformel Kraft = Masse x Beschleunigung und in Unkenntnis des Trägheitsprinzips endete der Spieltag im völligen Desaster.

Am Ende stand statt eines gefestigten Aufstiegsplatz der Absturz auf Platz 3 mit 24 Schlägen Rückstand.

Die Ratlosigkeit rund um den Köhlerhof ist groß. Uhrmachermeister, Golf-Pros und Physik-Professoren arbeiten derzeit fieberhaft an einem ganzheitlichen Konzept, um die verunsicherten Jungsenioren wieder auf Aufstiegskurs zu bekommen.

Am nächsten Spieltag heißt der Spielort GC Bitburg. Das Tröten der WM-Spaßkiller wird bis dahin verklungen sein und das letzte schwarze Loch wurde hier vor mehr als 4.000 Jahren beobachtet.

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