Bad Neuenahr - Einmal im Jahr kommen neue Spikes unter die Golfschuhe. Einmal im Jahr wird das neue Päckchen Pro V1 mit Andacht geöffnet und der Duft von frischen Polyurethan mit der Blume eines 82er Mouton gleichgesetzt. Einmal im Jahr verabschiedet sich man von Frau und Kind mit den Worten "Ich bin dann mal weg" und einmal im Jahr steht man an Tee 1, als hätte man das Loch vorher noch nie gespielt. Denn: Es sind Clubmeisterschaften.
Der Ausläufer eines Mini-Tornados (siehe Express vom 8.6.) streifte Teile des Rhein-Erft Kreises und ergoß 16L/qm Wasser über dem schönsten Golfplatz des Rheinlandes. So gingen die Helden von Stromberg mit einer halbstündigen Verspätung auf die spannungsgeladenen 54 Löcher, um den Clubmeister und den inoffiziellen GLC JS Ranglistenersten in einem sportlich hochklassigen Turnier zu ermitteln. Die Greenkeeper, denen an dieser Stelle die größte Hochachtung zu Teil wird, konnten den Platz und vor allem die Grüns in einen Wettkampftauglichen aber dennoch nicht Vorgabewirksamen Untergrund verzaubern.
Unter dem Credo: Carry=Roll wurden die ersten 36 Löcher von Teilen der junggebliebenen Senioren mit Anstand und durchaus sehenswerten Scores absolviert. Uwe konnte seine bestechende Form mit einer 83 glaubhaft unter Beweis stellen - Mustafa blieb mit zwei Runden von 88 leicht dezent unter seinen Möglichkeiten. Die GLC JS internen Favoriten Willy und Uli zeigten sich schon früh von den 76er und 77er Runden des späteren Clubmeisters beeindruckt, so dass der Sonntag schon vorzeitig ganz unter dem Zeichen der internen GLC JS Wertung stand.
Am Sonntagmorgen hatte Petrus ein Einsehen, Stephan Rücken, Thomas Chianti und Uwe Winzerfest in Ahrweiler. Unter diesen perfekten Rahmenbedingungen ging das Starterfeld in die dritte und entscheidende Runde. Unbeteiligte können den Eindruck gewinnen, das Vorgabewirksame Runden im GLC so häufig stattfinden wie Wahlen zum SPD-Parteivorsitzenden - also einmal im Jahr. Die Scores der blutjungen Senioren bekräftigen allerdings die Entscheidung der Turnierleitung, denn mit Ausnahme einer 84 von Willy, einer 88 von Andreas und einer 89 von Jörg blieben alle über dem magischen Ergebnis von 8x. Willy kommentierte sogar seine dritte Runde in schamloser Weise mit dem bösen S.... Wort. Nicht mit dem. Mit einem viel schlimmeren: Socket. Fans und Angehörige hoffen nun, das die nachfolgenden Akupunktur-Sitzungen den Captain für das Saisonfinale wieder in Topform bringen werden. Trotzdem machte er dem ihm zu getragenem Amt alle Ehre und konnte die interne Mannschaftwertung knapp vor Uli behaupten. Uwe landete trotz Winzerfest auf einem hervorragendem 5. Platz in der Gesamtwertung.
Nun freuen sich die hochmotivierten Senioren auf das Saisonfinale und sind nach 54 Löchern spannungsgeladenem Turniergolf bestens vorbereitet. Denn auch das Winzerfest in Ahrweiler findet nur einmal im Jahr statt.
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