Donnerstag, 26. April 2018

Ready!


Bad Neuenahr / Saarbrücken - Ready! Dieser Anglizismus wurde im letzten Jahr wie kein Zweiter im Golfsport angewendet. In der Kombination mit dem Wort "Golf" erwachte daraus die Begrifflichkeit, um den Golfsport vor nervtötenden 6 Stunden Runden zu retten und in den Sport- und Freizeitgeist des 21. Jahrhundert zu überführen. Der gestresste Manager, der keine Zeit und das nächste Meeting hat, ist eben nicht bereit, 6 Stunden seiner Lebenszeit auf einem Golfplatz zu investieren und zu warten, bis das Vorder-Flight den Score am nächsten Abschlag aufschreibt oder beim Suchen des Balles im meterhohen Rough ein Wedge in der Hand hat, um den Ball zeitnah quer auf das Fairway zu hacken. Ready meint also nicht nur das Putten während Frau Müller, den Bunker harkt, oder die Kurzwurst Herrn Meier abschlagen zu lassen, obwohl er garnicht die Ehre hat.

Nein. Ready heißt Aufstieg! Ready heißt, das es endlich wieder losgeht. Ready heißt: "Tschö, Schatz. Ich fahre jetzt mit den best ausehenden Männern des Ahrtals nach Saarbrücken und schraube denen die Wiese auseinander."

Die Mannschaft um Captain Wilhelm geht optisch und sportlich souverän wie nie zuvor in eine AK 30 Saison. Der Sportwetten-Anbieter Tipico verzichtet auf die Annahme von Aufstiegs-Wetten und im LGV RP wird schon sorgenvoll von einer Bayern Dominanz getuschelt. Tatsächlich konnte sich die Mannschaft in diesem und letzten Jahr sportlich und menschlich enorm verstärken. Groß ist daher der Respekt der Liga vor den Vorzeige-Senioren aus dem Ahrtal, die ihren Leistungsstand am vergangenen Sonntag beim Tee Off Turnier eindrucksvoll offenbarten.
Als am Sonntagmorgen über dem Ahrtal die Sonne aufging, herrschte in den Wäldern rund um den Köhlerhof eine seltsame Betriebsamkeit. Eine ungewöhnlich hohe Anzahl an Pilzsammlern, Liebespärchen und Wanderer streunte durch das Unterholz der ersten vier Löcher des schönsten Golfplatz des Rheinlandes. Wildschweine mit seltsam aufrechten Gang und Footjoy Schuhen erweckten den Verdacht, dass ein Großteil der Ligakonkurrenten wieder einmal großes Interesse am vorsaisonalen Leistungstand der Aufstiegsfavoriten aus dem Ahrtal hat. Und was Sie durch Ihre Fernrohre sahen, löste blankes Entsetzen aus. Top-Scores bei bestechendem Ballflug von einer Mannschaft, die zu allem bereit ist.

Morgen geht es also wieder los. So "Ready" für den Aufstieg war noch nie eine AK 30 Mannschaft des schönsten Golfplatz des Rheinlandes. In der schon lieb gewonnenen Altstadt von Saarlouis werden am Vorabend die letzten Feinheiten bei einem Tässchen Ramazzotti justiert. Sollte sich dann auch noch an Bahn 6 (Par 5) des GC Saarbrücken ein Fairway auffinden lassen steht dem sicheren Aufstieg nicht mehr im Wege.

Dienstag, 20. März 2018

AK 30 Aktivisten stürmen Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach



Offenbach - Laut einem Bericht der Hessener Polizei haben sich heute vor dem Gebäude des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach dramatische Szenen abgespielt. Eine Aktivisten-Gruppe hat laut Aussage gegen 13:00 Uhr versucht sich Zugang zu den Räumlichkeiten der Großwetter Analytik zu verschaffen. Auf Transparenten und in zahlreichen Sprechchören wurde die sofortige Aufnahme des Herrengolf-Wettspielbetriebes unter akzeptablen Tarif-Bedingungen gefordert. Es soll ich bei der äußerlich ansprechenden Gruppe um einen Kreis von Golf-Affinen Vorzeige Senioren aus dem Ahrtal handeln. 

Die außerordentliche Entschlossenheit der völlig demoralisierten Mitglieder lässt auf eine lange Leidenszeit hinweisen. Die zum Teil mit Ramazzotti-Flaschen und Pitching Wedges ausgerüsteten Jünglinge konnten gegen 14:00 Uhr den Westflügel unter Ihre Kontrolle bringen und halten sich seither dort verschanzt. Bis auf den Klang einiger dünn getroffener Pro V1 Bälle ist bislang nichts nach außen gedrungen. In einer Erklärung an den Sportinformationsdienst wurde allerdings der Deutsche Wetterdienst (DWD) und dessen von Gier und Bonus getriebenen Wetterkapitalisten für die unhaltbaren Zustände auf Deutschen Golfplätzen verantwortlich gemacht.
 
Psychologen der Essener Polizei und des Deutschen Golf-Verbandes sind vor Ort und versuchen die Situation deeskalierend mit Dia-Projektionen von sonnengefluteten Südafrikanischen Golfplätzen zu gestalten. Offenkundig besänftigt zeigten sich die wintergeplagten Golf-Ästheten des Ahrtals durch die Visualisierung von heilen Golfwelten bislang nicht.

Aufgrund der weiterhin herrschenden Wetterage ist nicht von einer Räumung des Gebäudes auszugehen. Mitglieder des Golfclubs zeigten sich von der Aktion besorgt und verhandeln derzeit mit der Einsatzleitung über eine kontinuierliche Ramazzotti-Versorgung der besten AK 30-Mannschaft in der Geschichte des schönsten Golfplatzes des Rheinlandes.

Als Zeichen des guten Willens wurde einer Verwaltungsangestellten das Verlassen des Gebäudes gegen Zahlung von 2 Kisten Grauburgunder und einer DVD des Ryder Cup Finales 2012 gestattet. Nach Einschätzung werden die attraktiven Jünglinge des Ahrtals spätestens zum Preis des Präsidenten das Amt räumen. Bis dahin arbeitet man fieberhaft an einer für einen Golf-Junkie halbwegs erträglichen Wetterlage. Ist doch wahr...

Dienstag, 12. September 2017

5. Spieltag | "Die Mannschaft". Vom Abstiegskandidat zum Aufstiegsfavorit

Westpfalz | "Die Mannschaft" des GLC Bad Neuenahr hat am 5. Spieltag der AK 30 Herren Liga des LGV Rheinland-Pfalz/Saarland eine enthemmte Demonstration von optischer Überlegenheit und Golfsport in seiner finalen Ausprägung auf den Untergrund des EGC Westpfalz entfacht. "Die Mannschaft" von Captain Wilhelm konnte dabei mit 54 Schlägen über Par eine sportliche und arithmetische Grenzleistung dessen verbringen, was die Symbiose aus Grauburgunder und der Handhabung eines Titleist Pro V1 zulassen. Von einem hoffnungslosen Abstiegskandidaten zu einem hoch gehandelten Aufstiegskandidaten - so lässt sich die Transformation einer Mannschaft beschreiben, die in den frühen Morgenstunden des Freitag in die Tiefen der hinteren Westpfalz vorstieß, um sich einem großen Golfclub, wie dem GLC Bad Neuenahr, würdig zu erweisen. Ergebnis ist ein 2. Platz der Tageswertung und der Vorstoß auf die vorderen Aufstiegsränge.

Den Grundstein für den späteren Erfolg belegt eine aktuelle Satellitenaufnahme der nördlichen Weinstraße in der Pfalz. Dort sind großflächige Rodungen in den Rebflächen des hochdekorierten Weingutes Philipp Kuhn deutlich sichtbar und sind stumme Zeugen des großartigen Teamabend, den "Die Mannschaft" am Vorabend erlebte. Inmitten der GSM Netz befreiten Weiten der hinteren Westpfalz, verbrachten die Vorzeige Herren des schönsten Golfplatz des Rheinlandes einen inspirierenden Abend, der das spätere Ergebnis quasi Vorweg nahm. Als die verzückten Damen im Sekretariat des EGC Westpfalz die Scores in der Scoring-Area vorlasen, blieb ihnen nicht nur wegen der äußerlichen Reize die Spucke weg.

77, 80, 80, 81, 82, 83 notierten die schmachteten Sekretariats-Damen im Anblick der Scorekarten und der dazugehörigen Vorzeige Herren des Ahrtals. Ein Ergebnis, das mit großem Abstand den zweiten Platz der Spieltagswertung, sowie wichtige 5 Punkte im Kampf um den Aufstieg auf der rechten Seite der Tabelle bilanzierte.

Als herausragender Gastgeber des Spieltages erwies sich der EGC Westpfalz. Ein Club, der vor allem im alpinen Golf-Bereich Berühmtheit erlangt hat. 1912 gelang es Hans-Jürgen Briegel als erstem Golfspieler die 11, Par 3, ohne Sauerstoff zu besteigen. Zusammen mit seinem Pfälzer Sherpa Ries-Ling konnte er vom Basislager unterhalb des Damenabschlages den Gipfel in weniger als 6 Stunden besteigen. Zur positiven Überraschung hat der Club ein vollständiges Re-Design der Anlage vorgenommen und die zweiten 9 Löcher auf das Höhenprofil einer niederländischen Tulpenplantage runtergebaggert. Resultat ist ein wirklich toller Golfplatz, der eine Reise wert ist.

Was bleibt ist der Ausblick und der Rückblick. Der Ausblick: "Die Mannschaft" wird am letzten Spieltag der Saison alles dafür geben, um das Unmögliche möglich zu machen und in die zweite Liga aufzusteigen. Schwungebene, Teamgeist und das Momentum lassen keine andere Alternative zu.

Der Rückblick fokussiert sich auf die Clubmeisterschaften. Hier gilt der Dank als erstes dem Greenkeeper Team des GLC, das unter schwierigen Voraussetzungen dem Ahrtal eine perfekte Unterlage zwischen Ball und Schläger abverlangen konnten. Gleicher Dank gilt unserer reizenden Alice für die fürsorgliche Betreuung - auch bei der Eingabe von dreistelligen Scores in den Clubrechner. Glückwunsch natürlich allen Clubmeistern in den verschiedenen Klassen.

"Die Mannschaft" dankt aber vor allem jemandem, der Sonntagmorgens an seinem Geburtstag um 7:00 Uhr im Nebel mit dem Antrieb eines intakten Spielbetriebes an Tee 1 steht. Es ist ein Akt von Anstand und Respekt unserem (Weinkenner) Hubertus beim nächsten Besuch im Köhlerhof eine Weinflasche jenseits der 10 Euro Grenze im Sekretariat zu hinterlassen. Nachträglich Herzlichen Glückwunsch, Hubertus.

"Die Mannschaft" ist bereit. Der Köhlerhof fiebert dem letzten Spieltag entgegen und das Weingut Philipp Kuhn zittert vor der Aufstiegsparty.



Donnerstag, 31. August 2017

From Dusk till Clubmeisterschaften

Bad Neuenahr - Die jung gebliebenen Herren des GLC fiebern den Clubmeisterschaften entgegen. Gezeichnet von den Entbehrungen einer langen Saison werden alle Spieler die letzten Reserven mobilisieren und den letzten neuen Pro V1 dem Teich an der 18 opfern, um den Titel in den Kreis der lebensfrohen, aber dennoch hoch konzentrierten AK 30 Herren zu holen. Die sportliche Leitung sowie die - in erster Linie weiblichen - Fans sind von hoher Zuversicht und entsprechendem Ramazzotti Konsum geprägt.

Als Favoriten gehen die drei tief einstelligen Handicaps der Clubliste in die spannenden drei Runden auf dem schönsten Golfplatz des Rheinlandes. Sollten die drei nicht überraschend vom Kreiswehrersatzamt Bad Neuenahr-Ahrweiler am Wochenende zu einer Reserveübung eingezogen werden ist der erste Platz wohl besetzt. Augenscheinlich sind diesbezüglich mehrere anonyme Anrufe bei der Behörde in den letzten Tagen eingegangen. Der Amtsleiter Werner Brohl bat die Bevölkerung um Verständnis. Derzeit würden alle Anträge geprüft und das 41. Panzergrenadier Bataillon in Greifswald/Oder um entsprechende Mithilfe gebeten, kurzfristig 3 Plätze im Manöver "fliegender Habicht" bereitzustellen.

Nachdem das Rennen nun wieder offen erscheint, sind es unruhige Nächte, die die restlichen vorzeige Herren des schönsten Golfplatz des Rheinlandes in diesen Tagen durchleben. In den Schlafzimmern und Köpfen von Köln bis Sinzig sorgen die bevorstehenden 54 Löcher für viele schlaflose Stunden und endlose strategische Gedankenspiele. In den kurzen, verbleibenden Schlafphasen werden grauenhafte Tripple-Bogeys gespielt und dreistellige Scores auf dem Leaderboard notiert.

Eurosport wird über seinen Eurosport Player exklusiv von diesem Kleinod ästhetischer Ausübung des Golfsport Live berichten - oder es zumindest versuchen und den ein oder anderen kurz gelassenen Eagle-Putt an der 1 über die überlasteteten Server zu quetschen.

Kurzfristig absagen musste leider Martin Schulz. Nach einer hastig abgelegten Platzreifeprüfung und Unterspielung auf -17,9 unterlief ihm am Montag bei einer Wahlkampfveranstaltung in Bad Camberg ein folgenschwerer Fauxpas. "Mir sind Taunus-Fahrer näher als der Taunus." schmetterte er quer durch das Seniorenzentrum "Sonnenwiese" als er auf seine Naherholungsgepflogenheiten angesprochen wurde. Aufgebrachte Bürgermeister und Landräte verweigern ihm seitdem die Überquerung des Elzer Berg auf der A3 und machen die Anreise daher unmöglich.

Martin, bis nächstes Jahr und allen Teilnehmern ein schönes Spiel.

Freitag, 25. August 2017

Tesla fahren - Merkel wählen



Bad Neuenahr / Würselen - Lange war es still um die Helden aus dem Ahrtal. Versunken in Schwunggedanken und Arbeitswelt sind die rasenden historischen Entwicklungen der letzten 2 Jahre wie ein dünnes Eisen 7 über das Grün an ihnen vorbeigerauscht. Als ein mieser Hacker US Präsident wurde - da haben Sie geschwiegen. Als die Briten die EU verließen - da haben Sie geschwiegen. Als der CBA und die AK 35 abgeschafft wurden - da haben Sie geschwiegen.

Nun aber säuselt die Birdie und Spätburgunder geschwängerte Luft über dem schönsten Golfplatz des Rheinlandes von der Aussage eines personifizierten 3-Putts vom Niederrhein. "Mir sind die Golf-Fahrer näher als die Golf-Spieler." Wir wissen nicht, wem dieser Purlitzer Preis verdächtige Schachzug zur Rettung der 5% Hürde eingefallen ist. Ob Jessica, 22, Junior-Marketing-Consultant-Manager in einer beliebigen Werbebude oder vielleicht dem Chef der zweitgrößten Volkspartei selbst. Egal. Jedenfalls Anlass genug für die Vorzeige-Herren des Ahrtals den Tesla Startknopf zu drücken und den literarischen und golferischen Kampf um den Aufstieg in die 2. Liga aufzunehmen.

Verbunden mit der Dankbarkeit für dieses Initial erfolgt zugleich die inhaltliche Abgrenzung zu diesem politischen Tripple-Bogey. Martin Schulz wirkt wie jemand, der an der 12 schon weiß, das er den Schonbereich nicht mehr schafft und nur noch einen einzigen verschrabbelten Pinnacle 2 im Bag hat. Um die Schatten auf der Scorekarte zu Lichten spielt er keine Birdies, sondern macht schlechte Stimmung im Flight und geht seinem Zähler mit sinnfreien Kommentaren wie "gestern hab' ich hier noch Par gespielt"
tierisch auf die Nerven.

Aber es besteht Hoffnung. Martin hat bald mittwochs viel Zeit und wird die Leidenschaft und Faszination des größten Spiels auf diesem Planeten für sich entdecken. Anstatt als Kanzler dem Vortrag der Gender-Beauftragten von Bad Berleburg zum Thema: "Rassismus und Anti-Feminismus von Parkuhren und Parkuhrinnen" zu lauschen wird er in seiner Heimat am Niederrhein mit (unerwartet) netten Menschen Herrengolf spielen. Auf dem Parkplatz wird vermutlich kein einziger Golf stehen. Wer fährt schon den Pkw einer Umwelttechnologie ignoranten Bude, die außer PS Protzerei aus der Steinzeit kein smartes Storytelling liefern kann.

Lieber Martin. Bei uns duzt man sich übrigens auch. Das kennst Du ja schon. Dann auf bald und schönes Spiel.

Montag, 11. April 2016

GLC AK 35 Herren starten in die neue Saison

Bad Neuenahr / Panama City - Die AK 35 Herren des GLC Bad Neuenahr sind mit Ihrem traditionellen Tee Off Turnier in die Saison 2016 gestartet. Auf dem wunderschönen Platz des GLC Bad Neuenahr-Ahrweiler traf sich am vergangenen Samstag die Mannschaft rund um Captain Wilhelm um sich einem ersten Leistungstest zu unterziehen. Wie es scheint, hat sich die Mannschaft vom dramatischen Abstieg im Stechen gut erholt und offenbarte weder golferische noch äußerliche Schwächen. Der Platz zeigte sich jetzt schon in einem hervorragenden Zustand und die Jünglinge das Ahrtals dankten es ihm mit einer nur geringen Beanspruchung der sich gerade im Wachstum befindlichen Unterlage. Die Leistung rund um und auf den Grüns wurde von den kreisenden Aufklärungsdrohnen der Liga Konkurrenz mit nervösem Zittern registriert. Sportliche Beobachter sprechen jetzt schon von einer eindeutigen Favoritenrolle im Aufstiegsrennen. Von einer vorzeitigen Entscheidung möchte der Captain allerdings noch nichts wissen und bittet im Club Umfeld um die nötige Ruhe und Konzentration.


Auf einem Parkplatz auf der A61 wurde jüngst ein USB Stick mit brisanten PC Caddie Daten eines ausländischen Golf Clubs gefunden. Demnach sind die meisten Platzerlaubnisse von deutschen Prominenten durch den Club de Golf de Panama ausgestellt worden. Die sogenannte Panama PE scheint in diesen Kreisen ein beliebtes Mittel zu sein, um sich einen Startplatz bei Turnieren mit hoher Medienpräsenz zu sichern. Auffällig ist auch die hohe Teilnehmerquote rheinland-pfälzischer Golfspieler bei Herrennachmittagen in diesem Golfclub, die sich dort regelmäßig in die Siegerlisten der Netto Klasse C eintragen. Der Verdacht liegt nahe, das dies zum Zweck von sogenannten Briefkasten-Handicaps praktiziert wird, um sich die Teilnahme am Spielbetrieb des LGV RP/Saar zu sichern. Die gespielten Scores der Vorzeige-Senioren des Ahrtals können den womöglichen Verdacht von der Mannschaft allerdings entschieden und stichfest abwenden. Der sensationellen 84 von Stephan folgten 3 Scores, die einmal deutlich und zweimal nur äußert knapp den dreistelligen Zahlenraum beanspruchten. Man sieht also gelassen den Untersuchungen des LGV RP/Saar entgegen.

In zwei Wochen geht es also los. Zum ersten Ligaspiel der neuen Saison reisen die Vorzeige-Senioren des Ahrtals in den schönen GC Rhein-Wied um den direkten Aufstieg einzuläuten. Die Mannschaft zeigt sich verstärkt und verjüngt und hat die Teilnehmer am Stechen des letzten Spieltages dem freien Spielermarkt zugeführt. Der Club de Golf de Panama freut sich über eine großzügige Ballspende, eine neue Driving-Range und einen Hubschrauberlandeplatz für den Präsidenten. Es ist also angerichtet zum ersehnten Wiedersehen mit den Freunden aus dem Westerwald. An dieser Stelle geht der sportliche Gruß und der Wunsch für eine erfolgreiche und schmackhafte Saison natürlich auch in den schönen Hunsrück. Das sich das Original-Rezept für den Spießbraten ebenfalls auf dem USB-Stick befand ist wohl nur ein Gerücht und sollte sich zu keinem Zeitpunkt negativ auf die Schlägerblatt Stellung im Treffmoment auswirken.

Dienstag, 8. September 2015

5. Spieltag | 14 in den Himmel - 1 in die Hölle

Idar Oberstein - Die AK 35 Herren haben am vorletzten Spieltag der 2. Liga einen soliden, aber nicht deutlichen besseren 4. Platz belegt. Aufgrund der gespielten Ergebnisse hat sich die Tabellensituation weiter komprimiert und wird sich in einem noch nie dagewesenem letzten Spieltag entladen. Die Funktionsdiagnostik des Herzens eines jeden einzelnen Spieler, Fan und Gastronomen wird dabei den Ramazzotti roten Drehzahlbereich erreichen. Die Tabellensituation gestaltet sich arithmetisch wie folgt:




Nach nunmehr 180 gespielten Runden trennen Aufstieg und Abstieg exakt 14 Schläge. Die Aufstiegshelden vom Köhlerhof tummeln sich dabei im Epizentrum dieses regulativem Inferno. Mit einem Schlag auf die Abstiegszone und 13 Schlägen auf einen Aufstiegsplatz ist an Schlaf zwischen Köln und Bad Breisig in den nächsten Wochen kaum zu denken. Zieht man Vergleiche mit anderen Sportarten herbei, so erscheint der zeitliche Abstand beim Viererbob oder der alpinen Skiabfahrt so quälend lang wie ein Elternabend in einer Montessori Schule. Wenn man die Begriffsbildung Golf Dialyse zulässt, wird die Leistungsdichte der modernen AK 35 Athleten noch deutlicher. Nach 2.547 ausgeübten Schlägen trennt den schönsten Golfplatz des Rheinlandes nur 1 Schlag vom Fegefeuer der 3. Liga. Bei einer durchschnittlich zurückgelegten Distanz von 72 Metern hat die Mannschaft von Captain Wilhelm insgesamt 183 Kilometer rheinland-pfälzischer Landschaft mit ihrem Ballflug beglückt. Wenn man 2.547 (leere) Ramazzotti Gläser aneinanderreiht wird eine Par 3 Distanz von ca. 162 Metern erzielt. 2.547 Mulligans wurden laut DGV im vergangenen Jahr bei Damennachmittagen beantragt und 2.547 Stunden verbringen manche Golfspieler damit, den Entfernungsmesser erst dann rauszukramen, wenn die 3 übrigen Flightpartner schon auf dem Grün liegen. Und alles trennt 1 Schlag.

Was nun? Nach einer Phase der Überreaktion hat sich die Mannschaft auf rein sportliche Lebenserhaltungsmaßnahmen geeinigt. Die schroffe Absage des Panzergrenadier Bataillon 307 auf die Anfrage Teile der Westpfalz zu besetzen kam dabei sicherlich nicht überraschend. Zwischenzeitlich keimte allerdings Hoffnung in dem perfiden Plan den Vorstand des DGV zu infiltrieren und den MGC Bad Ems sowie den GC Rhein-Wied aufgrund von nicht nachgewiesenen Doping Vorwürfen vom Spielbetrieb auszuschließen. Was nun? Die Helden des Köhlerhof arbeiten zurzeit an einem Trainings- und Ernährungskonzept, welches den Verbleib in einer Liga kleiner der Zahl 3 sichern soll.

Ein Besuch bei den Freunden aus dem Hunsrück stellt immer wieder den Höhepunkt der Saison dar. Angefangen beim legendären Teamabend im Parkhotel Idar Oberstein, der Golfrunde mit fairen und angenehmen Flightpartnern aller Mannschaften und der unvergleichlichen Verköstigung im Anschluss impliziert dies alles, was den AK 35 Golfsport so unvergleichlich sympathisch macht.

Allerdings wird diese Herzlichkeit und gelebte sportliche Fairness kurz vor Weihnachten am 10.10. im GC Homburg/Saar eine Auszeit nehmen. Die Formen der ausgedrückten Missgunst sind dabei mannigfaltig. Aufgrund der stark verbreiteten Kurzsichtigkeit - bei gleichzeitiger Sammelleidenschaft - setzt Captain Wilhelm vor dem Spieltag große Hoffnung auf die nahende Pilz-Zeit in der Pfalz. Da der Spieltermin inmitten der Skisaison liegt, sollte sich die Spieler-Verfügbarkeit im Ski begeisterten Boppard punktuell bereinigen und auch das anberaumte Helene Fischer Open Air am gleichen Tag wird viele Koblenzer davon abhalten den zweiten Ball auf der 18 Bahn im GC Homburg auf die Terrasse zu toppen.

"Anna, ming Droppe." lautet ein geflügeltes Wort in der Heimatstadt des Tabellenvierten der 1. Fußball-Bundesliga. Neben diesen benötigen die AK 35 Herren des Köhlerhof die liebevolle Unterstützung des ganzen Clubs, um dem Fegefeuer der 3. Liga zu entfleuchen.